Mundspray
Warum wir diese Darreichungsform gewählt haben
Bei Nahrungsergänzungsmitteln geht es nicht nur um Inhaltsstoffe – sondern auch um die Art der Anwendung. Die Darreichungsform kann beeinflussen, wie gut sich ein Produkt in den Alltag integrieren lässt. In der wissenschaftlichen Literatur wird dieser Zusammenhang unter dem Begriff „Adhärenz“ beschrieben – also wie konsequent eine Anwendung über längere Zeit beibehalten wird1,2.
Untersuchungen zeigen: Je einfacher eine Anwendung wahrgenommen wird, desto wahrscheinlicher wird sie regelmäßig durchgeführt1,2.
Warum nicht jeder feste Darreichungsformen bevorzugt
Mehrere Studien zeigen, dass ein relevanter Anteil der erwachsenen Bevölkerung Schwierigkeiten beim Schlucken von Tabletten oder Kapseln angibt3,4. Diese sogenannten „Schluckbeschwerden“ betreffen nicht nur ältere Menschen, sondern können auch bei gesunden Erwachsenen auftreten. Die Wahl einer alternativen Darreichungsform kann daher für manche Menschen praktischer sein – unabhängig vom enthaltenen Nährstoff.
Was ist ein Mundspray?
Ein Mundspray ist eine flüssige orale Darreichungsform. Die Anwendung erfolgt durch einen Pumpmechanismus, der eine definierte Menge Flüssigkeit in die Mundhöhle abgibt.
- kontrollierbare Dosierung pro Sprühstoß
- Anwendung ohne zusätzliches Wasser
- keine festen Bestandteile zum Schlucken
- kompakte und mobile Nutzung
Orale Sprays sind seit vielen Jahren als Darreichungsform etabliert5.
Die Mundhöhle – kurz erklärt
Die Mundhöhle ist mit einer gut durchbluteten Schleimhaut ausgekleidet6. In der pharmazeutischen Forschung wird sie seit Jahrzehnten als möglicher Applikationsort untersucht7. Wie Nährstoffe im Körper verarbeitet werden, hängt jedoch immer von mehreren Faktoren ab – etwa von ihrer chemischen Struktur oder individuellen Unterschieden. Allgemeingültige Aussagen zur Aufnahmegeschwindigkeit oder Bioverfügbarkeit sind daher nicht möglich.
Warum HereFor Mundsprays einsetzt
Unsere Entscheidung für Mundsprays basiert auf praktischen Überlegungen:
- einfache Integration in tägliche Routinen
- kontrollierbare Dosierung
- flexible Anwendung unterwegs
- zeitgemäße Darreichungsform
Wir treffen diese Wahl aus Anwendungs- und Designgründen – nicht aufgrund pauschaler Wirkversprechen. Routine entsteht durch Wiederholbarkeit. Wiederholbarkeit entsteht durch Einfachheit.
Quellen
- Osterberg L, Blaschke T. Adherence to Medication. New England Journal of Medicine. 2005;353:487–497.
- World Health Organization. Adherence to Long-Term Therapies: Evidence for Action. WHO Report. 2003.
- Fields J et al. Prevalence and correlates of difficulty swallowing pills in adults. Patient Preference and Adherence. 2015;9:1501–1508.
- Harnett JE et al. Adult patients with difficulty swallowing oral dosage forms: A systematic review. 2023.
- Boateng JS et al. Buccal drug delivery systems: A review. International Journal of Pharmaceutics. 2008;353(1-2):1–12.
- Squier CA, Kremer MJ. Biology of oral mucosa. Journal of the National Cancer Institute Monographs. 2001;29:7–15.
- Shojaei AH. Buccal mucosa as a route for systemic delivery. Journal of Pharmaceutical Sciences. 1998;1(1):15–30.
